Freitag, 15. Mai 2015

[Rezension] Elias & Laia von Sabaa Tahir

Endlich ist die Sperrfrist vorüber und ich kann mit euch in eine wundervolle Welt eintauchen, die leider alles andere als harmlos und friedlich ist. Gemeinsam mit Bastei Lübbe durfte ich das Buch 'Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken' von Sabaa Tahir vorablesen und bin begeistert. Das Internet war bereits voll mit tollen Reaktionen zur Originalversion und ich bin froh, dass der Erscheinungstermin in Deutschland lediglich zwei Wochen später ist. Aber worum geht es in 'Elias & Laia'?


INFOS ZUM BUCH
Originaltitel: An Ember in the Ashes
Deutscher Titel: Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken
Autor: Sabaa Tahir
Genre:YA - Fantasy
Hardcover: 507 Seiten
ISBN: 978-3-8466-0009-2
Listenpreis: 16,99€
Verlag:
One
INHALT
Laia lebt in einer Welt, die von Gewalt und Unterdrückung bestimmt ist. Soldaten mit Masken, die sich mit deren Haut verschmolzen hat, können jeden Tag den Tod bringen. Um möglichst nicht aufzufallen und so der Willkür der Herrschenden ausgesetzt zu sein, versucht Laia alles um sich unterzuordnen. Doch eines Tages passiert genau das; Laia, die als Waise gemeinsam mit ihrem Bruder bei den Großeltern lebt, muss mit ansehen wie ihr ihre ganze Familie genommen wird. Ihr Großeltern werden getötet und ihr Bruder verschleppt. Um ihre Familie zu rächen und ihren Bruder zu retten, versucht sie all ihren Mut zusammen zu nehmen und schließt sich dem Widerstand an. Sie schmuggelt sich als Sklavin in die grauenvolle Militärakademie Schwarzkliff ein, um dort Informationen für die Rebellen zu beschaffen.

"Nun bin ich drin. Und es gibt kein zurück mehr." ~ S.120

In dieser entsetzlichen Festung wurde Elias sein ganzes Leben zur Maske ausgebildet. Er soll ein gnadenloser Mörder werden, der ohne Nachzudenken die Befehle des Imperiums befolgt. Doch er hat andere Pläne und möchte desertieren, aber es kommt alles anders. Er wird ausgewählt an einem unerbittlichen Wettbewerb teilzunehmen, der über den nächsten Imperator dieser schrecklichen Welt entscheiden soll.

 "'Es ist unwichtig, ob ich bereit bin', sage ich. 'Es ist Zeit.'" ~ S.485

Schließlich kreuzen sich die Wege der beiden und das Schicksal nimmt seinen Lauf.


MEINUNG
Das Cover hatte mich zu Beginn irgendwie nicht angesprochen, aber man soll ein Buch nicht nach dem Einband beurteilen, und so habe ich mich an die Leseprobe gewagt. Diese hat direkt Lust auf mehr gemacht und ich wollte einfach mehr erfahren. Mehr über die sehr unterschiedlichen Leben von Elias und Laia erfahren, die irgendwie doch miteinander verknüpft sind. Für mich war alleine durch den Titel klar, dass Elias und Laia sich verlieben und zum Schluss glücklich und zufrieden ihre Ziele erreichen. Aber dem war irgendwie gar nicht so, denn man wusste bis zum Schluss (bzw. eigentlich über das Ende hinaus) nicht, ob die beiden zusammen kommen. Die Liebesgeschichte nimmt sowieso nur eine kleinere Stellung in der Gesamtgeschichte ein. Im Vordergrund stehen viel mehr Loyalität, Tapferkeit und das Streben nach Freiheit. Die Geschichte war von Anfang an spannend und setzt direkt mit dramatischen Ereignissen an. Allgemein gibt es viel Gewalt, Blut und Tod in 'Elias und Laia'. Für mich hat Sabaa Tahir eine faszinierende Welt erschaffen, die durch das Wüstensetting düster und bedrohlich wirkt. Eine Welt voller Dschinn, Ghule und anderen Kreaturen. Der anmutige Schriftstil und die bildliche Sprache haben nichts von einer Debütautorin und die Übersetzerin hat hier ganze Arbeit geleistet. Die Beschreibungen der Welt und die intelligente Verknüpfung der Charaktere schafft ein tolles Leseerlebnis. Auch jede noch so kleine Nebenfigur hat eine wichtige Rolle in der Gesamthandlung der Geschichte und zieht den Leser in den Bann. Helena und Izzy sind mindestens genauso stark und mutig wie die beiden Protagonisten Elias und Laia aus deren Perspektiven die Handlung erzählt wird. Abwechselnd erfahren wir die Ereignisse aus der Sicht von Laia und der von Elias. Nicht nur durch die Kapitel sind beide Teile voneinander abgegrenzt, jeder Charakter erhält seinen eigenen Stil, der durch das Buch hinweg wundervoll eingehalten wird.


"Ich sehe hinauf zu den Sternen; sie hängen tief an einem Himmel, der mmich glauben macht, ich schaute in die Unendlichkeit. Aber unter ihrem kalten, starren Blick fühle ich mich klein. Alle Schönheit der Sterne bedeutet nichts, wenn das Leben auf der Erde so hässlich ist." ~ S.257

FAZIT
Der miese Cliffhanger am Ende verspricht einen zweiten Teil, den ich mir gerade sehnlichst wünsche, um all die unbeantworteten Fragen aus meinem Kopf zu kriegen. Da es aber noch aussteht, ob ein zweiter Band erscheinen wird oder nicht, ist das Ende etwas abrupt und man findet keinen richtigen Abschluss. Für ein Einzelband kein gutes Ende, aber da ich gerade auf eine Fortsetzung hoffe und optimistisch bin, finde ich das Ende spannend und möchte sofort wissen wie es weitergeht. Sabaa Tahir hat diese klischeehafte Situation - zwei Feinde treffen sich und verlieben sich plötzlich ineinander - durch einzigartige Charaktere und ein schönes Setting sehr gut umgesetzt. Die Debütautorin hat mich in eine wundervolle Welt entführt, die ich leider viel zu schnell wieder verlassen musste. 

"An jenem Tag glaube ich, es sei das Ende meiner Welt. In gewisser Weise hatte ich recht. Nun ist es an der Zeit, mir eine neue Welt zu erschaffen." ~ S.484 




Kommentare:

  1. Klingt interessant, tolle Handlung. Was meinst du eigentlich am Anfang deienes Berichtes mit Sperrfrist? LG Romy

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    1. Da das Buch erst am Freitag (15.05.2015) auf dem Markt erschienen ist, hatte Bastei Lübbe das Buch mit einem Sperrvermerk versehen und der Bitte Rezensionen erst am Erscheinungstermin zu veröffentlichen. :)

      Liebe Grüße
      Patty

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