Montag, 1. Mai 2017

[Montagsrezension] Schattenkiller von Mirko Zilahy

Verlängerte Wochenende sind perfekt zum Lesen. Bücher kommen momentan tatsächlich etwas kurz bei mir, da so viele neue Eindrücke und Aufgaben auf mich warten. Ich bin aber froh, dass ich euch heute endlich wieder ein Buch vorstellen kann. Außerdem wird gemunkelt, dass nächste Woche ein weiteres Buch auf euch warten wird. Regnerische Wochenenden können also doch etwas Positives haben. Passenderweise habe ich zu einem herbstlichen Thriller gegriffen, der direkt in der Stadt am Tiber spielt.


Originaltitel: È così che si uccide
Deutscher Titel: Schattenkiller
Autor: Mirko Zilahy
Genre: Thriller
Taschenbuch: 430 Seiten
ISBN: 978-3-404-17420-1
Verlag:
INHALT
Commissario Mancini ist ausgelaugt. Nur noch dieser eine Fall und dann ist Schluss. Nach dem Krebstod seiner Frau kann und möchte er keine Verbrechen mehr aufklären. Lediglich diesen letzten Fall möchte er aus persönlichen Gründen abschließen. Doch plötzlich kommt ihm ein Serienmörder dazwischen, dessen Morde ebenfalls eine Rasche Aufklärung benötigen, um weitere Opfer zu vermeiden.

MEINUNG
Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an die Thrillerakte, welche mich passend zum letztjährigen Herbstprogramm aus dem Hause Bastei Lübbe erreichte. Besonders die Tatortfotos aus Rom haben es mir angetan, sodass ich große Lust bekommen habe den dazugehörigen Thriller Schattenkiller von Mirko Zilahy zu lesen. Bisher habe ich gute Erfahrungen mit Thrillern und Krimis italienischer Autoren gemacht und auch dieser hat mich nicht enttäuscht. Wäre aber auch zu ärgerlich gewesen, wenn ausgerechnet eines der wenigen Bücher aus dem ersten Halbjahr 2017 mich nicht hätte unterhalten können.

"Sie kennen mich nicht. Niemand kennt mich. 
Mein Name ist nicht von Bedeutung. 
Ich bin nur ein Schatten." ~ S. 121

Ein spannender Fall führte mich durch das regnerische Rom. Der Täter hinterlässt Hinweise, die Aufschluss auf die nächsten Tatorte und Opfer geben. Allerdings trifft der gut konstruierte Fall auf eher ungeschickte Ermittler, die durch ihre Schwerfälligkeit ein wenig den Charme des Thrillers in den Hintergrund rückten. Besonders der Protagonist hat mit einer Vielzahl von Problemen zu kämpfen, sodass die Lösung des Falls nur eine der vielen Herausforderungen für den Profiler Enrico Mancini ist. Ja, Thriller arbeiten gerne mal damit, dass der Ermittler Alkoholiker ist, eine schwere Vergangenheit hat, oder sonstige traumatische Erlebnisse eine spannende Hintergrundgeschichte erzählen soll. In diesem Fall wurde jedoch nach dem Viel-hilft-viel-Prinzip gehandelt. Es hätte wirklich nicht geschadet, wenn Mancini ein paar Wehwehchen weniger gehabt hätte...

"Dadurch konnte er den Tod auf Distanz halten, mit dem er jeden einzelnen Tag konfrontiert war." ~ S. 157

Vielleicht hätte es auch schon gereicht, wenn diese Probleme nicht immer wieder aufgewärmt worden wären. Die Aufmerksamkeit mehr auf den Fall zu lenken und nicht in jeder spannenden Situation plötzlich den Fall zu ignorieren und schon wieder Mancini beim Jammern zu beobachten. Es ist halt auch ein Debüt und der Autor wird in zukünftigen Romanen hoffentlich einen Gang zurückschalten und dadurch die Spannung aufrechterhalten und mich dadurch vollständig mitreißen. Das Potential war spürbar und ich habe mich gut unterhalten gefühlt, aber es fehlte halt doch noch zu viel, um aus der Mittelmäßigkeit herauszukommen.

FAZIT 
Ein Thriller mit sehr viel Potential und einem spannend konstruierten Fall. Leider wird dem Protagonisten jede Menge Kummer und Leid auferlegt, sodass der Fall schnell in den Hintergrund gerät und die Spannung darunter leidet. Dennoch ein unterhaltsames Debüt, welches ich durchaus empfehlen kann.

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