Montag, 5. Dezember 2016

[Montagsrezension] Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planten von Becky Chambers


Eigentlich sollte diese Rezension bereits letzte Woche online gehen, aber wie hier gesehen habt, saht ihr nichts. Momentan schwirrt in meinem Kopf zu viel rum und mein Terminplan quillt ein wenig über; Bewerbungen schreiben, Vorstellungsgespräche haben, Geburtstage feiern, Plätzchen backen, Kinofilme schauen, und und und. Zum Bloggen habe ich leider kaum Zeit. Das Buch von Becky Chambers hat mir wirklich sehr gut gefallen, sodass ich mir für die Rezension sehr gerne die nötige Zeit nehmen wollte und den Weg nicht abkürzen wollte.

Originaltitel: The long way to a small angry planet
Deutscher Titel: Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten
Autorin: Becky Chambers
Übersetzung: Karin Will
Genre: Science Fiction
Taschenbuch: 544 Seiten
ISBN: 978-3-596-03568-7
Listenpreis: 9,99 €
Verlag:
INHALT
Rosemary Harper möchte mit ihrer Vergangenheit abschließen. Sie lässt ihre Familie, ihre Freunde und ihren Heimatplaneten Mars hinter sich, um neu anzufangen. Sie erlebt mit der Crew der Wayfarer das Abenteuer ihres Lebens. Trifft Alienformen, die sie bisher lediglich in der Universität studiert hat, das erste Mal wirklich und lernt in kurzer Zeit viel mehr, als all die Jahre zuvor. Die Weiten des Universums sind nun ihr Zuhause.

MEINUNG
Ich habe Rosemary und die Crew der Wayfarer sehr gerne auf ihrem langen Weg begleitet. Die Protagonistin war mir sofort sympathisch und gemeinsam mit ihr habe ich gerne ein fremde Welt innerhalb der galaktischen Union kennengelernt. Ihre neue Heimat, die Wayfarer, schafft es ein Gefühl von Gemütlichkeit und Zufriedenheit zu schaffen, welches auf jede Seite übertragen wird. Man kann sich beim Lesen einfach nur wohlfühlen.

"Nichts im Universum dauert ewig. Nicht die Sterne. Nicht die Materie. Nichts." ~ S. 190

Ich habe fremde Galaxien bereist und dabei interessante Spezies kennengelernt. Bereits die Crew besteht nicht nur aus Menschen, sondern hat mit Sissix (Pilotin), Dr. Koch (Koch und Schiffsarzt), und Ohan (Navigator) noch drei weitere ausserirdische Lebensformen an Bord; wenn man die lernfähige KI Lovelace mitzählt sogar vier. Dadurch sind natürlich dauerhaft interessante Momente vorprogrammiert und faszinierende Beziehungen entstehen. Das spannende an der Geschichte ist für mich, dass keine große Action benötigt wird, um eine spannungsgeladene Space Opera zu entwickeln. Das Abenteuer besteht darin während der Reise die einzelnen Charaktere näher kennenzulernen. Auf anspruchsvolle Weise werden eine Vielzahl unterschiedlicher Charaktere zu einer Crew zusammengeschweißt und die zwischenmenschlichen Beziehungen wunderbar in den Vordergrund geholt.

"Dort oben, in dieser unendlichen bunten Weite, war nun ihr Zuhause." ~ S. 360

Das Setting scheint nebensächlich, aber macht das Gesamtkonzept unfassbar großartig. Während der einjährigen Reise (oder so...) werden Stopps an Weltraumhäfen, kleinen und großen Planeten eingelegt und man lernt ganz beiläufig eine faszinierende Galaxis kennen. Der Fokus liegt hier eben nicht bei den Konsequenzen durch eine Bedrohung für die gesamte galaktische Union, sondern lediglich bei den Erlebnissen eines kleinen Teils einer großen Galaxis: eine Mannschaft, die langsam zu einer Familie wird.

Wie habe ich das Buch erhalten? Ich hatte das große Glück die Special Edition der Lovelybox mit tollen Titeln von Fischer Tor zu gewinnen. Darin hat sich auch dieser Schatz versteckt.
Warum habe ich das Buch gelesen?  Weil ich mich auf gute Science Fiction gefreut habe. Ich wurde nicht enttäuscht.

FAZIT
Wer Action erwartet wird hier nur bedingt fündig. Diese Space Opera schafft es viel mehr die Spannung durch das Abenteuer der Reise selbst zu entfachen. Die Entdeckung ferner Planeten und fremder Spezies konnte mich begeistern und ich kann jedem Science Fiction Fan dazuraten diese Reise anzutreten. Begebt euch auf einen langen Weg zu einem kleinen zornigen Planeten!

Kommentare:

  1. Hach,
    ich bin ja eigentlich nicht so für Sciene Fiction zu haben, aber ich finde den Titel und das Cover einfach so toll. Ich finde, wenn es Titel es schon schafft mich so zu entzücken.. dann kann das Buch doch gar nicht schlecht sein oder? :D
    Würdest du auch einem eigentlich nicht Sciene Fiction Leser dazu raten? Das einzige was ich in dem Genre bisher gelesen habe, ist "Der Marsianer". ^^

    Liebst, Lotta

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    1. Hi Lotta,

      ich habe "Der Marsianer" geliebt, aber finde, dass das Buch von Becky Chambers weniger in die wissenschaftlich-technische Schiene geht. Man muss sich auf das Setting im Weltall einlassen können und die Beschreibungen der verschiedenen ausserirdischen Lebensformen. Mir hat es wirklich gut gefallen und ich könnte mir vorstellen, dass es dir auch gefällt, obwohl du eher kein Science Fiction liest.

      Liebe Grüße
      Patty

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  2. Guten Morgen Patty
    Sehr schöne Rezension! Das klingt nach einem Buch, das mir gefallen könnte.
    Liebe Grüss
    Julia

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    1. Hallo Julia,

      vielen lieben Dank. Du solltest das Buch auf jeden Fall auf deine Wunschliste wandern lassen. Ein wenig Science Fiction unterm Weihnachtsbaum kann sicherlich nicht schaden. ;)

      Liebe Grüße
      Patty

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  3. Hey du :)
    Mich haben Titel und Cover ja vollkommen angesprochen und ich bin jetzt schon gespannt wie es mir gefallen wird!
    Ich lass dir noch ein paar Weihnachtsgrüße da und falls du Lust hast bei einer Challenge mitzumachen und vielleicht auch meinem Team beizutreten würde ich mich wahnsinnig freuen <3
    https://juliaslesewelten.blogspot.de/2016/12/human-vampire-magic-challenge-3.html

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    1. Hi Julia,

      der Titel ist wirklich genial und das Cover einfach traumhaft. Ich hoffe sehr, dass es dir auch gefallen wird. Deine Challenge schaue ich mir gerne einmal genauer an.

      Frohe Feiertage und liebe Grüße
      Patty

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