Montag, 21. November 2016

[Montagsrezension] Harry Potter und das verwunschene Kind von Rowling, Tiffany & Thorne

Heute geht es für mich endlich in die Verfilmung von Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind. Leider habe ich es bisher nämlich nicht geschafft, aber dafür werde ich den Film heute in einem ganz besonderen Ambiente genießen können. Gemeinsam mit meinem Freund und Biblometasia geht es nach Essen in die Lichtburg. In diesem historischen Kino aus den 20er Jahren kommt der Film hoffentlich wunderbar zur Geltung - stilecht wird es auf jeden Fall sein. Passend zu meiner Abendplanung möchte ich euch gerne meine Meinung zu Harry Potter und das verwunschene Kind teilen.

Originaltitel: Harry Potter and the Cursed Child
Deutscher Titel: Harry Potter und das verwunschene Kind
Autoren: J.K. Rowling, John Tiffany und Jack Thorne
Übersetzung: Klaus Fritz und Anja Hansen-Schmidt
Genre: YA - Fantasy
Hardcover: 336 Seiten
ISBN: 978-3-551-55900-5
Listenpreis: 19,99 €
Verlag:
Bildergebnis für carlsen verlag

INHALT
Die Geschichte setzt 19 Jahre nach Die Heiligtümer des Todes, und somit nach der großen Schlacht von Hogwarts, an. Harry und Ginny begleiten ihren drittes Kind Albus zum Gleis 9 3/4, damit er sein erstes Jahr in Hogwarts antreten kann. Anders als seine Geschwister James und Lily landet Albus jedoch in Slytherin und empfindet sich selbst als Enttäuschung. In Slytherin lernt Albus den jungen Scorpius Malfoy kennen und als beste Freunde erleben sie ein großes Abenteuer; ganz in den Fußstapfen vom Jungen der überlebte, allerdings versuchen sie gemeinsam den Jungen zu retten, der am Ende stirbt.

MEINUNG
Monate lang arbeitete die Marketingmaschine auf Hochtouren, um den "8. Harry Potter-Band" zu promoten.  Genau dort lag für mich auch der Knackpunkt, denn es handelt sich nunmal nicht um den 8. Band, denn die Reihe ist für mich und viele andere abgeschlossen. Auch wenn der Kanon davon ausgeht, dass es sieben Harry Potter Bücher gibt, freue ich mich dennoch über jede Hintergrundinformation und nutze jede Möglichkeit, um mich erneut in der Zaubererwelt verlieren zu können. Jedoch erweist sich nicht jede Reise als zufriedenstellend. Ich habe mich riesig gefreut diese Reise antreten zu können und bin tatsächlich erneut in Hogwarts angekommen. Allerdings musste Harry Potter und das verwunschene Kind unterwegs mit Turbulenzen kämpfen, aber die Reiseleitung hat durch Kekse und Tee ein paar Gemüter beruhigen können. Doch worin genau lagen die Stärken und Schwächen des Theaterskriptes - wobei in diesem Wort ein wichtiger Punkt liegt: es handelt sich um ein Theaterskript und keinen Roman!

Der Aufbau der Skripts hat mich weniger gestört, denn ich wusste worauf ich mich einlasse. Gerade zu Beginn springen die Szenen stark durch die Zeit. Die ersten Jahre in Hogwarts fliegen nur so am Lese vorbei. Auch wenn das Skript stellenweise etwas holprig ist und einige Plotholes nervig sind, hatte ich das Gefühl nach Hause zu kommen. Ich war wieder in Hogwarts und Scorpius ist einfach zuckersüß. Genau wie Scorpius konnten viele der neuen Charaktere überzeugen, aber gerade die Bekannten waren für mich enttäuschend. Das goldene Trio hat für mich an einem starken Identitätsverlust erlitten. Harry ist zwar mindestens genauso weinerlich wie vorher, aber Ron ist zu einem schnödem Running Gag geworden. Obwohl ein altbekannter Charakter für mich sogar mit die beste Szene hatte. Die Imbisswagen-Verkäuferin hat im Hogwartsexpress eine geniale Szene, die uns neue Informationen zu ihrem Charakter liefert. Ich liebe diese Szene irgendwie.

Teilweise haben größere Plotholes den Lesefluss unterbrochen und man hatte das Gefühl eine Fanfiction zu lesen. Ein wenig von der Magie ist zu mir durchgedrungen, aber leider fehlten ein paar Funken, um das Feuer zuentfachen. Harrys Narbe schmerzt wieder und Voldermort ruft nach ihm. But why? Lass uns ein paar bekannte Elemente aufgreifen, damit man die Geschichte wiedererkennt? Viele dieser nostalgischen Szenen wirkten für mich zu gezwungen und zu wenig durchdacht. Man fühlte sich durch die Geschichte gehetzt und hatte auch das Gefühl, dass dem Skript nicht die nötige Aufmerksamkeit gewidmet wurde; irgendwie wirkte das Ganze lieblos. Natürlich geht vieles dadurch verloren, dass das Bühnenbild nicht in einem Theaterskript eingefangen werden kann und die persönliche Note der Darsteller nicht übertragen werden kann. Als Theaterstück stelle ich mir die Geschichte grandios vor und ich würde unglaublich gerne die Geschichte in vollem Glanz erleben.



Wie habe ich das Buch erhalten? Erinnert ihr euch noch an die Harry Potter Lesechallenge vom Carlsen Verlag? Durch meinen Bericht hatte ich das große Glück ein Exemplar zu gewinnen. Was mich besonders gefreut hat, da ich leider keine Zeit hatte zur großen Lesenacht in Hamburg zu fahren. Wenigstens ein kleiner Trost. ;)

Warum habe ich das Buch gelesen?  Harry Potter.

FAZIT
Trotz einiger Schwächen hat man das Gefühl nach Hause zu kommen. Der Zauber flammt zwar auf, aber es fehlt der letzte Funke, um das Feuer erneut zu entfachen. Man hat das Gefühl eine Fanfiction zu lesen, die nicht die gewohnte Detailliebe erhalten hat.
Alles war gut.

Kommentare:

  1. Hallo liebe Patty! :)
    Deine Rezension zu diesem Buch hat mir wirklich gut gefallen, besonders mochte ich daran, wie neutral du geblieben bist und kaum gespoilert hast, ein Fehler, den leider zu viele machen. - Mit Ausnahme von dir!
    Auch teile ich deine Ansicht zu dem Buch selbst sehr. Ich hätte mir vor allen Dingen sehr gewünscht, dass man das Skript zu einem Roman umgeschrieben hätte, denn so fehlt ihm irgendetwas, dass den Büchern davor das besondere Etwas gegeben hat. Liebste Grüße, Amelie!

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    1. Hallo Amelie,

      ich versuche Spoiler zu vermeiden (auch wenn es leider nicht immer möglich ist). Sollte es doch einmal notwendig sein einen wichtigen Twist, etc. zu spoilern, markiere ich diesen im Beitrag, sodass man ihn nicht sofort entdeckt.

      Wir sollten uns das Theaterstück ansehen. Ich wette, dass der Zauber dort ehr rüberkommt. :D <3

      Liebe Grüße
      Patty

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