Montag, 10. Oktober 2016

[Montagsrezension] Bluescreen von Dan Wells


Bluescreen von Dan Wells, Mirador
Die Buchmesse lässt nicht mehr lange auf sich warten. Mein Terminplan hat sich gefüllt und unter anderem werde ich dank des Piper Verlages den Autor Dan Wells kennenlernen. Letzte Woche ist der erste Band seiner neuen Reihe erschienen, welchen ich euch heute vorstellen werde. Ein Blick in die Zukunft mit all ihren Problemen. Mit Bluescreen hat Dan Wells sich an einen Jugendroman getraut, der Drogen und sonstige Kriminalität in die Mitte des 21. Jahrhunderts bringt.

Originaltitel:Bluescreen
Deutscher Titel: Bluescreen
Autor: Dan Wells
Übersetzung: Jürgen Langowski
Genre: YA - Science Fiction
Taschenbuch: 368 Seiten
ISBN: 978-3-492-28021-1
Preis: 12,99 €
Verlag:
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INHALT
Ständige Vernetzung durch ein Implantat im Kopf macht die Menschen in der Mitte des 21. Jahrhunderts abhängig von ihren sogenannten Djinnis. Die wenigsten haben lediglich ein gewöhnliches Handy und müssen auf altmodische Weise durch Los Angeles kommen - was nicht immer ganz einfach ist. Aber ein Leben als "Dinosaurier" hat auch seine Vorteile, denn so schafft man es dem neuen Feind im Netz zu entkommen.
Bluescreen von Dan Wells, Mirador

MEINUNG
Bereits heutzutage sind wir permanent erreichbar. Das Smartphone als ständiger Begleiter gibt uns bereits jetzt nicht mehr frei. Bluescreen treibt es noch ein Stückchen weiter, denn durch Implantate im Kopf ist man nun wirklich 24 Stunden online. Völlige Überwachung und Abhängigkeit sind dadurch natürlich vorprogrammiert. Zwar scheint diese Vorstellung absurd, aber fernab der Realität ist diese Zukunftsvision keineswegs. Bereits jetzt werden durch Google Glass und Co. Schritte in diese Richtung gemacht.

"Die reale Welt. Sie war seit einer ganzen Weile nicht mehr hier gewesen." ~ S. 18

Anders als vielleicht erwartet geht es in Bluescreen nicht um Überwachung, aber die Technik birgt dennoch viele Gefahren. Eine neue Droge ist auf dem Markt erschienen, die damit wirbt virenfrei zu sein. Natürlich kommt es anders als angepriesen, denn selbst in der Zukunft ist keine Droge ohne Risiko. Neben den Menschen müssen Haustiere auch wahnsinnig vorsichtig sein. Wenn man nicht aufpasst, fallen unschuldige Katzen der modernen Technik zum Opfer und werden von Kleidungsrobotern in die Waschmaschine geworfen. Haustiere leben in der Zukunft unglaublich gefährlich.

"Die Welt drehte durch." ~ S. 305

Die Geschichte hat mir echt gut gefallen und die Charaktere waren durchweg greifbar. Marisa ist eine taffe Protagonistin, die nicht vom Außenseiter zur beliebten Heldin wird. Somit sind wir einem Klischee aus der Jugendbuchwelt glücklicherweise entkommen. Ich habe Marisa ihre Entscheidungen stets abgekaut und ihr fehlende Naivität war eine willkommene Abwechslung. Ihre Freundinnen sind mir ebenfalls sympathisch gewesen, obwohl ich mit Sahara nicht befreundet sein könnte mit ihrem Drang jeden ihrer Schritte zu filmen und ständig live zu sein. Bei ihr musste ich aber direkt an meine Grundschulzeit denken, da eine meiner ehemaligen Mitschülerinnen ebenfalls Sahara heißt. Diese Schreibweise war für mich damals total ungewöhnlich, weil sie schlichtweg Sarah ausgesprochen wurde. Irgendwie hat es mir gefallen diese Schreibweise hier wiederzuentdecken.

"Warum hatte sie sich so viele Gedanken über ihr Aussehen in der realen Welt gemacht, wenn sie ihre Zeit in dieser perfekten virtuellen Welt verbringen wollten?" ~ S. 173

Wie süß waren eigentlich die Nulis? Kleine Roboter, die ich mir automatisch wie R2D2 oder BB-8 vorstellen musste. Einfach Zucker. Besonders die kleinen Fensterputzernulis habe ich irgendwie gefeiert. Auch super gefallen hat mir die Wandlung der Love Interest. Aber hier kann ich nicht allzu viel verraten ohne zu spoilern. Also müsst ihr euch am besten selbst überzeugen und mir hinterher erzählen, ob ihr genauso überzeugt davon wart. Und auch, dass anders als ich erwartet hatte, Bao am Ende nicht den Platz als Love Interest übernommen hat.

"Wenn gar nichts mehr geht, spielen wir verrückt." ~ S. 12

Ich muss gestehen, dass hier viele Elemente aus anderen Büchern bzw. Serien oder Filmen übernommen wurden. Somit wirkt die Geschichte nicht ganz so originell wie es zunächst den Anschein hat. Dennoch hat mir der Plot gut gefallen und auch wenn es eher ein Zusammenschluss bereits bekannter Themen war, war die Umsetzung für mich ganz nett. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass gerade Gamer sich mit der Geschichte nicht identifizieren können. Und jetzt mal im ernst. Zombies? 

Wie habe ich das Buch erhalten?Auf der Buchmesse darf ich Dan Wells kennenlernen. Zur Vorbereitung hat mir Piper freundlicherweise ein Exemplar zugeschickt. Vielen lieben Dank an dieser Stelle.

Warum habe ich das Buch gelesen? Ich freue mich bereits riesig auf das Treffen mit Dan Wells und habe das Buch schnellstmöglich verschlingen wollen. Es hat sich gelohnt.
 
FAZIT 
Ich hatte Spaß beim Lesen. Die Geschichte ist schnelllebig,  informativ und spannend. Durch sympathische Charaktere hat mich der Wiedererkennugswert von Elementen aus anderen Medien nicht gestört. Dan Wells hat eine für mich realistische Zukunftsversion erschaffen.

Kommentare:

  1. Hört sich toll an. Schöne Rezi.

    Liebe Grüße,

    Andreea

    http://andreealiest.blogspot.de/

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    1. Hi Andreea,

      vielen lieben Dank. Freut mich, dass dir die Rezi gefällt.

      Liebe Grüße
      Patty

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