Montag, 15. Februar 2016

[Montagsrezension] Hinten sind Rezepte drin von Katrin Bauerfeind

Durch den Fischer Leseclub 2016 auf Lovelybooks habe ich mich an ein Sachbuch getraut. Ich lese sehr selten Sachbücher und wollte Hinten sind Rezepte drin von Katrin Bauerfeind eine Chance geben. Nach dem Top Ten Thursday zu Altweiber habe ich bemerkt, dass ich viel zu selten zu lustigen Büchern greife, die einfach mal zwischendurch die Laune heben. Die Leseprobe konnte mich bereits überzeugen und versprach Lachpotential.



INFOS ZUM BUCH
Titel: Hinten sind Rezepte drin
Autorin: Katrin Bauerfeind
Genre: Sachbuch
Klappenbroschur: 224 Seiten
ISBN: 978-3-596-03396-6
Listenpreis: 14,99 € (zu buchhandel.de)
Verlag:
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INHALT
Geschichten, die Männern nie passieren würden. Nett verpackt in Anekdoten aus dem Leben der Autorin geht es in diesem Buch in erster Linie um die Frau. Doch Feminismus sucht man hier vergeblich. In erster Linie geht es um die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Mann und Frau - angereichert mit Klischees. Hinzukommen Familiengeschichten und weitere Geschichten, die der Alltag schreibt.

"Humor und Vernunft, das passt anscheinend nicht so gut. Alle sind so locker wie Betonpfeiler." ~ S. 107

Rezepte sind hinten übrigens keine drin.

MEINUNG 
Die ersten Kapitel waren wirklich witzig und hatten ein paar wenige Lacher, sowie genügend Schmunzler parat. Ich konnte mich wieder entdecken und auch die Ironie der Autorin gefiel mir richtig gut... Dann war plötzlich die Luft raus und es wiederholte sich einfach alles und ich habe einfach nur gehofft endlich fertig zu sein. Wie lange noch bis zum Ende? Obwohl es sich locker dahinlesen lässt, wollte die letzte Seite einfach nicht näher rücken. Wenn man schon mit dieser Einstellung liest, hat das Buch für mich sein Ziel verfehlt.

"Aber Gleichberechtigung zum Preis von Alkoholismus kann ja auch keine Lösung sein." ~ S. 10

Die kurzen Kapitel sollte man immer mal wieder zwischendurch lesen, aber sicherlich nicht an einem Stück. Besonders da die Kapitel wahllos aneinander gereiht sind und nicht zusammenhängen. Es wirkte für mich eher wie diverse Kolumnen aneinandergereiht und ein Schutzumschlag drum. Zack. Fertig ist das super witzige Sachbuch. Leider einfach nicht mein Fall. Weiterhin waren die Geschichten für mich größtenteils unoriginell. Hat man schon tausendmal gehört oder gelesen. Eine Aneinanderreihung täglicher Belanglosigkeiten. So kam es, dass für mich fast keine der Geschichten hängen geblieben ist. Gelesen und sofort wieder vergessen. Den Anspruch des Erinnerns erhebt das Buch wahrscheinlich auch gar nicht. Es soll halt ein kurzweiliger Zeitvertreib sein. Nur eben nicht für jeden. In der Leserunde gab' es genügend Anhänger, die sich von vorne bis hinten unterhalten fühlten. Geschmäcker sind nun mal verschieden.

FAZIT 
Nette Kurzgeschichten für zwischendurch, die leider nach dem ersten Drittel an Witz verlieren. Wer eine Klolektüre braucht, der könnte mit diesem Buch die passende gefunden haben. Bei mir und Hinten sind Rezepte drin sollte es leider nicht funken und so vergebe ich 2 von 5 Punkten, da ich mich einfach schnell nicht mehr unterhalten fühlte, sondern eher gelangweilt war.

 

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