Sonntag, 22. Februar 2015

[Rezension] Atlantia von Ally Condie




Anlässlich zur Leserunde auf lovelybooks habe ich mir das Buch 'Atlantia' von Ally Condie gekauft. Zuvor kannte ich keines der Bücher der Autorin, umso gespannter war ich auf 'Atlantia'. Da die Leserunde langsam dem Ende zu geht, wird es Zeit für meine Rezension.




INFOS ZUM BUCH
Originaltitel: Atlantia
Autor: Ally Condie
Genre: YA Fantasy / Dystopie
Hardcover: 400 Seiten
ISBN: 978-3-8414-2169-2
Verlag:

INHALT
Als die Lebensbedingungen auf der Erde immer schwerer werden, beschließen die Menschen eine Unterwasserstadt zu bauen. Doch es können nicht alle auf ein Leben in Gesundheit, Stärke und Glück unter Wasser hoffen, denn einige müssen sich opfern, um ihre Liebsten dort zu versorgen und für deren Überleben zu schuften. Die Jahre vergehen und Generationen können in der Unterwasserstadt überleben.

"Man kann die Sterne sehen. Man kann die Sonne auf dem Gesicht spüren. Man kann einen Baum berühren, der in richtiger Erde wurzelt. Man kann meilenweit gehen, ohne je an den Rand seiner Welt zu gelangen" ~ S.12/13

Die Zwillinge Rio und Bay leben gemeinsam in Atlantia, der Stadt tief unter Wasser. Rio träumt immer davon eines Tages nach Oben zu gehen und dort die Sonne auf ihrem Gesicht zu spüren und die Sterne zu sehen. Ihre Schwester kann dieses Vorhaben jedoch nicht verstehen, da die wunderschöne Unterwasserstadt Atlantia ihr zu Hause ist und ein Leben in Gesundheit verspricht.  Doch als nach dem Tod ihres Vaters nun auch ihre Mutter auf mysteriöse Weise stirbt, haben die beiden nur noch sich und Rio muss Bay versprechen im Unten zu bleiben und ihren Traum auf das Oben aufzugeben. Als es an der Zeit ist ihre Entscheidung zu treffen, ob sie ihr Schicksal und Glück akzeptieren im Unten zu bleiben oder aber das Opfer im Oben wählen, kommt alles anders als erwartet. Bay wählt plötzlich das Oben und lässt ihre Schwester Rio alleine zurück. Rio kämpft nun darum ihre Schwester Bay im Oben wiederzusehen, denn im Unten fühlt sie sich fehl am Platz, da sie anders ist als die meisten Einwohner Atlantias - Rio ist eine Sirene und muss ihr wahres Ich vor allen verstecken. Außerdem möchte sie verstehen warum ihre Schwester sie verlassen hat, warum sie allein gelassen wurde.

" 'Wir sind Menschen, nicht besser oder schlechter als ihr.' [...] 'Ihr formt uns, wir formen euch', sagte ich. 'Ich glaube, das wollten die Götter so. Sie wollten, dass wir uns verändern und voneinander lernen, und nicht, dass wir uns gegenseitig zerstören.' " ~ S.387

Während Rio versucht ihren Plan zu flüchten in die Tat umzusetzen, lernt sie das nicht nur Bay ein Gehemnis vor ihr hatte, auch Atlantia verbirgt eine Menge. Atlantia steht kurz vor dem Untergang und sie, die ihre ganzes Leben schon nach Oben wollte, ist womöglich die einzige Rettung für Atlantia.


MEINUNG und FAZIT 
Quelle: Atlantia Challenge, S. Fischer Verlag GmbH
Für mich war es ein sehr schnell zu lesendes Buch, welches mich inhaltlich völlig überzeugt hat und zum ständigen Weiterlesen animiert hat. Jedoch wird das Buch bei mir wahrscheinlich nicht sonderlich tiefgründig in Erinnerung bleiben. Die Geschichte setzt direkt ein und der Leser wird sofort ins Geschehen eingebaut, was mir wirklich sehr gut gefällt. Ally Condie schafft es wunderbar die Details der Unterwasserstadt zu beschreiben, so dass man sofort das Gefühl hat über den Tempelplatz zu laufen, vorbei an den Bäumen aus Metall bis hinunter in den Tiefmarkt. Dennoch ist besonders der Anfang sehr schwermütig und es kommen nicht so richtig Gefühle auf. Obwohl der Schreibstil eventuell mit Absicht so gewählt ist, da auch Rio ihre Gefühle ihr Leben lang zurückhalten musste, denn sobald Rio endlich auftaut, taut auch die Schreibweise ein wenig auf. Zum Ende hin konnte man immer flüssiger lesen und die Geschichte nimmt an Fahrt auf. Besonders als der Alarm losging und es klar war, dass es sich um keine Übung handelt, musste man richtig mitfiebern und zumindest ich war wirklich berührt über das Schicksal der Menschen im Tiefmarkt. Je mehr es dem Ende zugeht, desto sympathischer werden die Charaktere und die Story immer mitreißender. Doch leider endet das Buch dann sehr abrupt, dass für mich noch offene Fragen blieben. Was passierte mit Nevio, wurde er einfach im Oben gelassen um dort zu sterben oder musste er wieder nach Unten und lebte dort in Gefangenschaft? Wie sah' es eigentlich in den Arbeitslagern aus? Wieso war Rios Sirenenstimme plötzlich weg und kam dann wieder, einfach nur aufgrund der Erschöpfung? Allgemein habe ich mir ein wenig mehr Input über die Sirenen erhofft. Für mich hat das Buch wirklich tolle Moment und die Idee ist grandios, dennoch schwächelt es für mich ein wenig an der Umsetzung.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen